Wie Heise online berichtet, wurde das Kryptoverfahren SHA geknackt. Dies schreibt Kryptopapst Bruce Schneier in seinem Weblog.
SHA wird als so genannte Hash-Funktion von vielen Applikationen eingesetzt, um die Echtheit von Daten zu bestätigen. Insbesondere viele Verfahren zur digitalen Signatur setzen unter anderem SHA ein. Eine Hash-Funktion erzeugt aus einem Datensatz eine vergleichsweise kurze Zahl, den Hash-Wert, der als eine Art Fingerabdruck benutzt wird. Stimmt der abgespeicherte Hash-Wert des Originals mit dem der vorliegenden Kopie überein, sind die Daten gleich beziehungsweise unverändert. Gelingt es jedoch, einen zweiten Datensatz zu erstellen, der den gleichen Hash-Wert erzeugt -- also den gleichen Fingerabdruck hat -- dann ist das Verfahren geknackt. Angreifer könnten Daten manipulieren, ohne dass es über den Hash-Wert bemerkt würde.
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